{"id":337,"date":"2019-07-21T18:17:33","date_gmt":"2019-07-21T16:17:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.peterjohnen.de\/?p=337"},"modified":"2022-09-02T15:10:13","modified_gmt":"2022-09-02T13:10:13","slug":"ronda-iberia-eine-umrundung-der-iberischen-halbinsel-die-nachlese","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.peterjohnen.de\/?p=337","title":{"rendered":"Ronda Iberia \u2013 eine Umrundung der iberischen Halbinsel \u2013 die Nachlese"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ronda Iberia \u2013 eine Umrundung der iberischen Halbinsel \u2013 die Nachlese<\/strong><\/p>\n<p>Ich habe im Juni\/Juli 2019 eine 4-w\u00f6chige 8000 Km Solo Tour einmal um die iberische Halbinsel herum gemacht und hier in diesem Blog und auch auf facebook mehr oder weniger t\u00e4glich dar\u00fcber berichtet.<\/p>\n<p>Hier habe ich nun f\u00fcr alle, die das interessiert, eine Zusammenfassung der darin enthaltenen Erfahrungen, Tipps und Hinweise aufgeschrieben.<\/p>\n<p>Es gibt darin folgende Kapitel:<\/p>\n<ol>\n<li>Ronda Iberia Video<\/li>\n<li>Touring in Spanien<\/li>\n<li>Touring in Portugal<\/li>\n<li>Hotel Tipps<\/li>\n<li>Zwei Touren Tipps<\/li>\n<li>Allgemeines<\/li>\n<\/ol>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>1. Ronda Iberia Video<\/strong><\/p>\n<p>Ich nutze eine Dashcam (Goluk T1), die eine permanente Videoaufzeichnung macht\u00a0und einen separaten Remote-Ausl\u00f6ser daf\u00fcr, der bei Bedarf kleine Video Sequenzen aus dem Stream zus\u00e4tzlich separat abspeichert. Dadurch habe ich ohne weiteres Zutun eine Sammlung der sch\u00f6nsten, interessantesten oder lustigsten Szenen von unterwegs beisammen, deren Highlights ich in folgendem Ronda-Iberia YouTube Video zusammengefasst habe.<\/p>\n<p>YouTube Link:\u00a0\u00a0<a href=\"https:\/\/youtu.be\/3bdR-jb4GiM\">https:\/\/youtu.be\/3bdR-jb4GiM<\/a><\/p>\n<p><strong>2. Touring in Spanien\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Die Stra\u00dfen &#8211; gro\u00df wie klein &#8211; sind in Spanien zumeist in einem recht guten Zustand und sehr viel leichter und reifenschonender zu befahren, als noch in Frankreich, wo der Stra\u00dfenbelag meiner Erfahrung nach oft viel Split hat und\/oder ein echter Reifenfresser ist.<\/p>\n<p>Spanien hat viele dieser sogenannten &#8222;Autovia&#8220;, das sind sehr Autobahn-artige\u00a0Schnellstra\u00dfen (vierspurig, kreuzungsfrei, 120 Km\/h). Sie sind geb\u00fchrenfrei und auf guten Karten farblich von den &#8222;richtigen&#8220;, geb\u00fchrenpflichtigen\u00a0Autobahnen zu unterscheiden. Man muss die nicht m\u00f6gen\/nehmen, aber man kommt dort gut vorw\u00e4rts und hat nicht diesen Nerv mit den Zahlstellen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-338\" src=\"https:\/\/www.peterjohnen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Autovia.jpg\" alt=\"\" width=\"183\" height=\"275\" \/><\/p>\n<p>Mein Garmin Navi war noch der Meinung, das Tempolimit auf Landstra\u00dfen sei\u00a0in Spanien 100 Km\/h, was aber nicht stimmt, es sind nur 90 Km\/h, was immer noch besser ist, als die 80 Km\/h in Frankreich.<\/p>\n<p>Bei den Landstra\u00dfen hatte ich Sorge, dass es immer nur von Kreisverkehr zu Kreisverkehr geht, was SEHR nervig werden kann. Aber nein, der Spanier hat vorgesorgt: viele der au\u00dferst\u00e4dtischen Kreisverkehre haben eine geradeaus-Durchfahrt-Spur in der Mitte, die auch noch Vorfahrt hat. Alle anderen Kreis-Teilnehmer m\u00fcssen sich unterordnen &#8211; gut so!<\/p>\n<p>Generell bin ich von den Stra\u00dfen hier echt beeindruckt, fast immer in top Zustand und mit intelligenter Strukturierung: bergauf oft zweispurig, vor Kurven keine Geschwindigkeitsbegrenzung, sondern eine (blau angezeigte) optimale Geschwindigkeit f\u00fcr die jeweilige Kurve, die hilft, zu wissen, was auf einen zu kommt.<\/p>\n<p>Abseits der ganz gro\u00dfen Touristenstr\u00f6me. -st\u00e4dte (Costa Brava, Barcelona, etc) ist Spanien immer noch *sehr* billig. Ein Bier, ein gutes Essen, ja, auch der Sprit, sind hier deutlich g\u00fcnstiger, als n\u00f6rdlich der Pyren\u00e4en oder bei uns und kosten teilweise weniger als die H\u00e4lfte unserer Preise. Normales, gezapftes Bier, manchmal nur 1,- \u20ac ! Das gilt auch f\u00fcr Hotels au\u00dferhalb der gro\u00dfen St\u00e4dte.<\/p>\n<p>Essen in Spanien: Sie haben diese &#8222;Tapas&#8220; &#8211; kleine Portionen verschiedenster kalter und warmer Speisen f\u00fcr ganz kleines Geld, die fast jede Kneipe ganzt\u00e4gig anbietet und die in aller Regel sehr lecker sind. \u00dcberhaupt Essen, abends nicht wundern, wenn man ein Restaurant sucht und nur Kneipen findet, wo gesessen, gequatscht und getrunken wird. Die essen auch, aber einfach viel sp\u00e4ter als wir &#8211; gerne mal erst so um 22:00 h&#8230;<\/p>\n<p><strong>3. Touring in Portugal<\/strong><\/p>\n<p>Viel des oben \u00fcber Spanien gesagten gilt auch f\u00fcr Portugal. Die Stra\u00dfen sind nicht ganz so gut, wie in Spanien, die Autovia gibt es so nicht, aber alles in allem ist die Lage \u00e4hnlich.<\/p>\n<p>Die Preise sind allgemein\u00a0in Portugal \u00fcbrigens \u00e4hnlich, wie in Spanien, nur die Spritpreise sind auf unserem Niveau. Der S\u00fcden und das Alentejo sind &#8211; bis auf die komplett zugebaute Algarve &#8211; eher d\u00fcnn besiedelt, erst ab der H\u00f6he von Lissabon ist die Besiedlung dichter, aber \u00fcberall gibt es kleine und kleinste Stra\u00dfen und einsame Gegenden, die sich zu erobern lohnt.<\/p>\n<p>Was in Portugal komplett daneben ging, war das Bezahlen auf den wenigen Autobahnstrecken, die ich eher unfreiwillig genommen habe. Gleich beim Grenz\u00fcbertritt nach Portugal kann man ungewollt auf einer Autobahn landen und bevor man wieder runterkommt, gibt es schon so eine sonderbare Zahlstelle. An der werden Touristen auf besondere Spuren verwiesen und dann soll\/muss man sein Fahrzeug \u00fcber das per Kamera aufgenommene Nummernschild zusammen mit einer Kreditkarte registrieren. So werden dann bei sp\u00e4terer AB Nutzung die Geb\u00fchren automatisch von der KK abgezogen. Das Verfahren fand ich schon mal ziemlich besch&#8230; und intransparent &#8211; ich werden gerne erst mal gefragt, bevor jemand mein Geld irgendwo abhebt. De facto war es aber so, dass es drei Spuren f\u00fcr Touristen gab, von denen zwei ausdr\u00fccklich per Schild nicht f\u00fcr Motorr\u00e4der geeignet\/gedacht waren. Ich nahm also die Dritte und musste feststellen, dass hier rein gar nichts funktionierte! Es gab keine Kamera, die von hinten das Nummernschild registriert h\u00e4tte, sondern nur von vorne. Das Verfahren am Eingabeger\u00e4t bot keinerlei M\u00f6glichkeit, sich anderweitig zu registrieren und so bin ich am Ende unverrichteter Dinge und schulterzuckend weitergefahren, ohne Registrierung und etwas in Sorge, was nun auf mich zuk\u00e4me. Eine Schranke gab es nicht, oder nur eine halbe&#8230;<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter, bei der unfreiwilligen Autobahn-Durchfahrt durch Lissabon, die eigentlich eine Landstra\u00dfen-Umfahrung werden sollte, kam ich an eine Zahlstelle und ahnte \u00dcbles. Die Zeichen und Symbole \u00fcber den einzelnen Spuren konnte ich nicht wirklich interpretieren und hab dann einfach willk\u00fcrlich eine genommen, die f\u00fcr mich nach manuellem Bezahlen aussah. Aber ich glaube, Cash bezahlen gibt es in Portugal gar nicht, oder nicht immer. Da stand ich nun, konnte nicht vor und zur\u00fcck und auch nicht bezahlen, weder Cash noch mir Karte, es gab einfach gar keine Option, kein Bedienfeld. Dann habe ich mal wieder den Weg der Vorw\u00e4rtsverteidigung gew\u00e4hlt und bin einfach weitergefahren. Auch hier gab es keine Schranke, weil es wohl eine Durchfahrt-Spur war. Das gab dann zwar einen Riesen Alarm mit Sirene und was wei\u00df ich, aber wie das so ist, mit solchen Alarmen, die sind zwar laut, aber wirkungslos, jedenfalls in diesem Fall. Mir ist niemand hinterhergekommen und ich habe auch bis jetzt (2 Jahre) noch nichts aus Portugal geh\u00f6rt. Vielleicht kommt noch was, vielleicht nicht, wir werden sehen&#8230;<\/p>\n<p><strong>4. Hotel Tipps<\/strong><\/p>\n<p>Ich habe die Zielorte und damit die Hotels ja immer erst am Tag nach Lage der letzten Routenplanung ausgesucht. Am sp\u00e4teren Nachmittag, bei einer Pause, habe ich \u00fcber booking.com einfach am Zielort ein Hotel nach den Kriterien &#8222;g\u00fcnstige EZ&#8220;, &#8222;Parkplatz&#8220; und &#8222;gute Bewertung und Lage&#8220; ausgesucht und das hat so gut funktioniert, dass ich auf der ganzen Reise nur zwei bis drei Hotels hatte, die mehr so \u201eok\u201c waren, wo ich aber nicht mehr hinfahren w\u00fcrde, alles andere waren recht angenehme bis super tolle und richtig sch\u00f6ne Hotels. Die besten davon will ich euch jetzt hier gerne empfehlen (nur eines davon hat f\u00fcr EZ\/Frstck mehr als 50,- \u20ac gekostet):<\/p>\n<p>In <strong>Figueres<\/strong> ist in einer kleinen Seitenstra\u00dfe sehr nah am Stadtkern das kleine, alte Hotel &#8222;Los Angeles&#8220;. Die Zimmer sind klein aber ok, aber sie haben eine eigene Garage im Haus, die f\u00fcr Mopeds nur 5,- \u20ac die Nacht kostet. Man kommt dann zu Fu\u00df in wenigen Schritten in die tolle Altstadt von Figueres.<\/p>\n<p>Im <strong>Andalusien<\/strong> habe ich die gro\u00dfen und touristischen St\u00e4dte bis auf gewisse Ausnahmen gemieden. Ich war daf\u00fcr drei N\u00e4chte im westlichen Andalusien im Tugasa Hotel &#8222;Las Truchas&#8220; im kleinen \u00d6rtchen &#8222;El Bosque&#8220;. Das ist ein \u00e4lteres, unmodernes, aber gepflegtes, in seiner ganzen Anmutung sehr spanisches Hotel in einer gro\u00dfz\u00fcgigen, sch\u00f6nen Anlage mit sehr sch\u00f6nem Speisesaal und Kamin-Foyer und Sonnen-Terrasse und kleinem Pool und gro\u00dfem Parkplatz, am Rande des kleinen, netten Ortes, der auch einige einfache Restaurants hat. F\u00fcr mich war es das ideale entspannte und ruhige Basis-Hotel f\u00fcr das westlichen Andalusien.<\/p>\n<p>Die allgemein bekannten Orte der <strong>Algarve<\/strong> bzw. K\u00fcste in S\u00fcdportugal habe ich eigentlich komplett gemieden, da ich sie nicht sch\u00f6n finde und habe per Zufall ein absolutes Schmuckst\u00fcck gefunden, das im Hinterland n\u00f6rdlich von Faro und von diesem nur 10 Kilometer entfernt im \u00d6rtchen Estoi liegt. Die Hotel\/Pension &#8222;Casa de Estoi&#8220; ist ein unglaublich bemerkenswertes\u00a0und sch\u00f6nes und warmherzig gef\u00fchrtes Schmuckst\u00fcck, das ich jedem nur empfehlen kann. Wer mehr dar\u00fcber wissen will, sollte die reichhaltigen und eindeutigen Beurteilungen in Booking.com oder TripAdvisor befragen.<\/p>\n<p>Im <strong>n\u00f6rdlichen Portugal<\/strong> habe ich Lissabon gar nicht und Porto nur eine kurze Nacht besucht, einfach weil ich da schon mehrere Male war und weil ich im Laufe der Zeit immer mehr nach ruhigen, kleinen Orten gesucht habe &#8211; nicht zu klein &#8211;\u00a0ein paar Restaurants zur Auswahl sollten es schon sein &#8211; aber bestimmt nichts gro\u00dfes mit Trubel und Verkehr und Krach und Stau&#8230; Der Ort <strong>Coimbra <\/strong>weicht nun allerdings von diesem Schema deutlich ab, er ist gar nicht klein, sondern eine weithin respektierte Universit\u00e4tsstadt, aber dennoch trifft er das Schema in dem Sinne, als er ziemlich wenig von den Touristenstr\u00f6men heimgesucht wird, die die anderen beiden St\u00e4dte geradezu unangenehm werden lassen k\u00f6nnen.\u00a0Ich erw\u00e4hne das alles nur, weil ich auch hier ein tolles Hotel gefunden habe und wieder nur per Zufall\u2026 Das Hotel Larbelo ist wieder so ein alter, ehemals grandioser Kasten, nicht gro\u00df renoviert, trotzdem in Schuss und sauber, immer noch charmant, aber nicht mehr teuer \u2013 genau solche liebe ich. Es liegt unschlagbar super optimal am Rande der Altstadt, direkt am Fluss, am gro\u00dfen zentralen Platz \u201eLargo de Portagem\u201c. Ich habe eher zuf\u00e4llig nicht vorher gebucht, sondern direkt im Hotel gefragt und so nur 30,- \u20ac f\u00fcr das EZ bezahlt \u2013 glaubt mir, es ist mehr wert\u2026 Mopeds kann man \u00fcbrigens direkt am Hotel auf dem Gehweg des gro\u00dfen Platzes parken, machen hier alle und scheint niemand zu st\u00f6ren\u2026 Die Altstadt von Coimbra ist wie Lissabon an den sch\u00f6nsten Stellen, minus die ganzen Touristen\u2026<\/p>\n<p>Solltet ihr die <strong>spanische Nordk\u00fcste<\/strong> entlang fahren, gibt es im perfekt klein\/gro\u00dfen Ort Navia das Hotel Arias, das eigentlich nach 3 bis 4 Sternen aussieht, wenn nicht mehr, und auch ein passables Business Hotel abgeben w\u00fcrde, das aber dennoch ebenfalls unter 50,- \u20ac f\u00fcr\u2019s EZ zu haben war, mit Parkplatz versteht sich.<\/p>\n<p>Das letzte Hotel, das ich euch ans Herz legen m\u00f6chte, ist das einzige, das etwas mehr als 50,- \u20ac f\u00fcr\u2019s EZ gekostet hat. Es ist das Hotel Rural Loizu in Auritz an der spanischen N-135, die dort schon hoch <strong>in den Pyren\u00e4en<\/strong> nach Frankreich r\u00fcber geht. Ich kann gar nicht genau sagen warum, aber der Ort und insbesondere das Hotel haben etwas ungeheuer entspanntes und stimmiges\u2026<\/p>\n<p><strong>5. Zwei Touren Tipps f\u00fcr Spanien und Portugal<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Hier nun zwei Routen etwas abseits der \u00fcblichen Pfade, die mir besonders gut gefallen haben (jeweils mit Links zu den Relive Videos):<\/p>\n<p><strong>\u00a0Nord-\u00d6stliches Spanien<\/strong><\/p>\n<p>Die Route ging von Figueres \u00fcber Banyoles, dann auf die Gi 524, deren Anfang allerdings kurz als Fitness Parcours mit Tempolimit 30 ausgelegt ist, Richtung Olot, dort auf die N-260 bis Ripoll, Dann in einem n\u00f6rdlichen Bogen \u00fcber die Gi 401 und 402 und C-16 nach Berga. Dann weiter westlich \u00fcber St. Llorenc und Coll de Nargo nach Tremp. Wer bei dieser Strecke nicht ins Schw\u00e4rmen kommt, dem ist nicht zu helfen\u2026 Zum Abschluss von Tremp stramm nach S\u00fcden auf der C-12 oder C-13 (letztere ist kurviger) nach Balaguer, und auch hier ist es zwar eine flottere, gr\u00f6\u00dfere Landstra\u00dfe, aber ebenfalls eine absolut spektakul\u00e4re Landschaft.<\/p>\n<p>Und was soll ich sagen: 350 Km, ca. 6 Std. reine Fahrtzeit und davon mind. 80 % einfach nur ein Traum. Wer braucht da noch die Ardeche??? Richtig tolle Stra\u00dfen verschiedener Gr\u00f6\u00dfe, alle in gutem bis sehr gutem Zustand, kaum Verkehr \u2013 selbst am Sonntag \u2013 und durch eine Landschaft, dass man niederknien m\u00f6chte, w\u00e4re da nicht der Lenker, und der Gasgriff, und die Bremse\u2026 So eine endlos phantastische Strecke bin ich noch NIE gefahren\u2026<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-299\" src=\"https:\/\/www.peterjohnen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/image-7.jpg\" alt=\"\" width=\"996\" height=\"356\" srcset=\"https:\/\/www.peterjohnen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/image-7.jpg 996w, https:\/\/www.peterjohnen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/image-7-300x107.jpg 300w, https:\/\/www.peterjohnen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/image-7-768x275.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/p>\n<p>Und hier das Relive Video dazu mit genauer, Zoom-f\u00e4higer Karte: <a href=\"https:\/\/www.relive.cc\/view\/rt10005851734?fbclid=IwAR2PjREt4q1ZB8kogArEy89R4el3IVPDHkB2rOoKBV3WL1ifSZpd64nrtag\">https:\/\/www.relive.cc\/view\/rt10005851734<\/a><\/p>\n<p><strong>Das s\u00fcdliche Hinterland von Porto<\/strong><\/p>\n<p>Diese Route f\u00fchrte in einem gro\u00dfen Bogen von Coimbra nach Porto durch die \u00f6stlichen Berge im Nationalpark Serra da Estrala entlang der St\u00e4dte Gois, Seia, dann unbedingt den \u00f6stlichen Bogen mit Gouveia mitnehmen, da geht\u2019s richtig hoch in die Berge und die Sicht ist umwerfend, dann ein Transfer in die n\u00e4chste Bergregion via Mangualde und Viseu, von wo es viele sch\u00f6ne alternative Strecken nach Porto gibt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-278\" src=\"https:\/\/www.peterjohnen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/image.jpg\" alt=\"\" width=\"591\" height=\"398\" srcset=\"https:\/\/www.peterjohnen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/image.jpg 591w, https:\/\/www.peterjohnen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/image-300x202.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 591px) 100vw, 591px\" \/><\/p>\n<p>Und hier das Relive Video dazu mit genauer, Zoom-f\u00e4higer Karte: <a href=\"https:\/\/www.relive.cc\/view\/rt10006181550\">https:\/\/www.relive.cc\/view\/rt10006181550<\/a><\/p>\n<p><strong>6. Allgemeines<\/strong><\/p>\n<p><strong>Gep\u00e4ck &#8211; <\/strong>Man packt *immer* zu viel ein! Ich jedenfalls. Es war meine erste richtig, richtig gro\u00dfe Tour (4 Wochen, 8000 Km!) und ich hatte zu den beiden Koffern und dem gro\u00dfen Top Case der RT noch eine gro\u00dfe Gep\u00e4ckrolle dabei, mit Ersatzklamotten aller Art, u.a. ein Mesh-Sommeranzug, eine Moped-Jeans und ein weiteres Paar Moped-Stiefel &#8211; alles Quatsch! Ab etwa der Halbzeit, hatte ich die ganzen Klamotten und Utensilien so verteilt, dass ich diese Rolle am Ende gar nicht mehr aufgemacht habe. Nur Auf- und Abladen musste ich sie nat\u00fcrlich jeden Tag&#8230;<\/p>\n<p>Auch W\u00e4sche hatte ich viel zu viel dabei. Nach der Halbzeit war ich einmal im Waschsalon, was ja nun wirklich kein Problem ist, und so war auch ein Gro\u00dfteil meiner Klamotten und W\u00e4sche v\u00f6llig \u00fcberfl\u00fcssig&#8230; Man braucht eine gute Moped Kluft (ich bin von meiner Reusch TX IV Kombi nach wie vor begeistert!), Stiefel, 1 bis 2 Paar Handschuhe und\u00a0nat\u00fcrlich eine Regenkombi\u00a0plus Handschuh-\u00dcberzieher, zwei, drei T-Shirts, Polo-Shirts, Hemden, eine kurze, eine lange Hose, einen warmen Irgendwas zum Dr\u00fcberziehen, oder was immer f\u00fcr einen das Richtige ist, das N\u00f6tigste an W\u00e4sche\u00a0&#8211; und mehr nicht &#8211; kleines Gep\u00e4ck eben&#8230;<\/p>\n<p><strong>Wechselnde Hotels<\/strong> &#8211; ich hatte vorher etwas Sorge, dass es mit der Zeit nervig werden w\u00fcrde, fast jede Nacht in einem anderen Hotel\/Zimmer\/Bett zu schlafen. Erstaunlicherweise war das Gegenteil der Fall: man gew\u00f6hnt sich daran! Also eben nicht an ein bestimmtes\u00a0Hotel\/Zimmer\/Bett, aber dann eben an die\u00a0st\u00e4ndige Abwechslung. Am Ende hat es mir \u00fcberhaupt nichts mehr ausgemacht, jeden Tag in ein neues\u00a0Hotel\/Zimmer\/Bett zu kommen und alle Abl\u00e4ufe beim Ankommen und Abreisen waren so eingespielt und routiniert, dass ich mich \u00fcberall sofort wohl und zu Hause gef\u00fchlt habe &#8211; ein \u00fcberraschender und erstaunlicher Effekt.<\/p>\n<p><strong>Alleine Reisen<\/strong> &#8211; man kann eine solch gro\u00dfe Tour sicher auch mit kleinen, eingespielten Gruppen oder als Paar durchziehen, aber f\u00fcr mich war sie nur alleine vorstellbar. Diese permanenten kleinen und gro\u00dfen Entscheidungen jedes Mal auch noch mit irgendwem abzustimmen,\u00a0das w\u00e4re mir ein Gr\u00e4uel gewesen. So hat es mich immer nur ein L\u00e4cheln gekostet, den Plan vom Morgen je nach Wetterlage, Stra\u00dfenzustand, Befindlichkeit schon mittags spontan \u00fcber den Haufen zu werfen und am Nachmittag gleich nochmal&#8230; Ich habe mein abendliches Hotel selten vor 16:00, 17:00 Uhr ausgew\u00e4hlt und gebucht, einfach weil ich nicht fr\u00fcher wusste, wo ich wohl sein w\u00fcrde. Und genau so musste es f\u00fcr mich sein&#8230;! Diese Ego-Strategie bedeutet zwar auch, dass man dann meist alleine ist, beim Jubeln, beim Jammern, beim Abendessen, und das ist sicher nicht jedermanns Sache, aber ich habe es sehr genossen. Hinzu kommt, dass man nat\u00fcrlich je nach Temperament unterwegs auch Leute kennen lernt und am Ende nur so alleine ist, wie man es m\u00f6chte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ronda Iberia \u2013 eine Umrundung der iberischen Halbinsel \u2013 die Nachlese Ich habe im Juni\/Juli 2019 eine 4-w\u00f6chige 8000 Km Solo Tour einmal um die iberische Halbinsel herum gemacht und hier in diesem Blog und auch auf facebook mehr oder weniger t\u00e4glich dar\u00fcber berichtet. 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